Talk – Wie und warum investieren Jugendliche?
Bereits im zarten Alter von 13, 14 oder 15 Jahren mit dem Investieren anfangen? Für viele klingt das ungewöhnlich, für Jasmin und Gabriele ist es jedoch ganz selbstverständlich. Im Coffee Talk spricht Felix Niederer mit den beiden über ihren Einstieg ins Investieren, ihre langfristigen Ziele und den Umgang ihrer Generation mit Geld.
Felix: Im heutigen Coffee Talk begrüsse ich gleich zwei Gäste, die schon sehr früh mit dem Thema Investieren in Berührung gekommen sind. Jasmin und Gabriele haben bereits in jungen Jahren begonnen, Geld systematisch anzulegen. Warum sie das tun und wie sie investieren, darüber sprechen wir heute.
Ich freue mich sehr, dass ihr hier seid. Wollt ihr euch kurz vorstellen?
Jasmin: Ich bin Jasmin, 18 Jahre alt, komme aus Genf und studiere aktuell im ersten Jahr Medizin. Schon immer habe ich mich sehr für Physik, Chemie und Biologie interessiert.
Gabriele: Ich bin Gabriele, 19 Jahre alt, komme aus Landquart und bin im letzten Lehrjahr meiner Lehre als Informatiker. Das war schon immer mein Traumberuf. Daneben absolviere ich die technische Berufsmatura, um später studieren zu können. Welcher Studiengang es genau sein wird, ist noch offen, aber es wird auf jeden Fall etwas im IT-Bereich sein. In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport.
Wie seid ihr auf True Wealth aufmerksam geworden?
Jasmin: Durch meinen Papa. Schon seit ich klein bin, hatte er immer grosses Interesse am Investieren und besass auch viel Literatur zu dieser Thematik. Das hat meine Neugier geweckt und irgendwann habe ich ihn gefragt, ob wir auch für mich investieren können. So sind wir auf True Wealth gekommen – er nutzt die App selbst auch.
Die Initiative zum Investieren kam also von dir?
Jasmin: Ja, mein Papa hat schon, seit ich klein bin, Geld für mich angelegt. Das wusste ich zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Ich fand das Thema spannend und habe ihn gefragt, ob ich das selbst machen kann. Er hat mir dann alles erklärt.
Wie alt warst du damals ungefähr?
Jasmin: Mein True Wealth-Konto habe ich mit etwa 16 Jahren eröffnet. Allerdings habe ich schon früher in Gold und Münzen investiert, vermutlich mit 12 oder 13 Jahren.
Und bei dir, Gabriele?
Gabriele: Bei mir war es genauso, auch über meinen Vater. Mit etwa 14 oder 15 hatte ich das Bedürfnis, selbst zu investieren. Es gab aber lange keine wirklich einfache Lösung. Mein Vater nutzt True Wealth schon länger. Als wir gesehen haben, dass es ein Kinderportfolio gibt, hat er mir das empfohlen. So bin ich darauf gestossen. Mit 15 musste ich nicht viel überlegen – ich konnte einfach Geld einzahlen. Wir haben alles gemeinsam eingerichtet und danach lief es praktisch von selbst.
Hattet ihr auch schon vor der Volljährigkeit Zugriff auf euer True Wealth-Portfolio?
Jasmin: Mein Papa hatte es auf seinem Handy und hat mir jeden Monat gezeigt, wie sich alles entwickelt. Den eigenen Zugang habe ich erst mit 18 bekommen, aber er hat mir immer alles genau erklärt, inklusive der Risikoeinstellungen.
Gabriele: Ich hatte den Zugang schon früher, aber ich habe kaum etwas verändert. Wir haben das Portfolio gemeinsam eingerichtet, und ich war zufrieden mit der Aufteilung zwischen Aktien, Obligationen und anderen Anlageklassen.
Bei True Wealth investieren wir in klassische Anlageklassen wie Aktien, Obligationen, Rohstoffe, Immobilien und Edelmetalle. Kryptowährungen bieten wir nicht an. Sind sie für euch trotzdem ein Thema?
Jasmin: Für mich aktuell nicht. Mein Papa hat mir immer gesagt, dass Kryptowährungen sehr risikoreich sind. Vielleicht investiere ich später einmal, aber im Moment bevorzuge ich klassische Anlagen.
Gabriele: Bei mir haben Kryptos schon einen gewissen Stellenwert. Ich habe investiert, allerdings machen sie nur einen kleinen Teil meines Portfolios aus. Sie sind sehr volatil, deshalb möchte ich dort nicht den Hauptteil meines Vermögens investieren. Aus Interesse probiere ich sie aus, aber sie eignen sich nicht für den langfristigen Vermögensaufbau.
Ist Investieren auch ein Thema unter Freunden?
Jasmin: Ja, schon, aber viele wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Wenn man keine Eltern hat, die investieren, ist man oft ziemlich verloren. Deshalb ist es ein Thema, aber kein grosses. Viele meiner Freunde fragen am Ende meinen Papa um Rat.
Gabriele: Bei mir ist es ähnlich. Viele meiner Freunde finden das Thema zwar spannend, aber auch sehr komplex. Es gibt so viele Aktien und ETF, dass man schnell von Informationen überfordert wird. Bei Kryptos ist es genauso. Viele investieren einfach in etwas, das gerade vielversprechend klingt, ohne wirklich den Überblick zu haben. Einige aus meiner Klasse investieren viel in Kryptowährungen – das läuft nicht immer gut. Man könnte es fast als Glücksspiel bezeichnen.
Wenn etwas sehr volatil ist und stark schwankt, spricht man oft nur über die Gewinne. Wenn es jedoch nach unten geht, hört man nichts mehr. Das machen übrigens nicht nur junge Leute. Habt ihr konkrete Ziele mit euren Investitionen oder geht es eher um den langfristigen Vermögensaufbau?
Jasmin: Mein Papa hat immer gesagt, man soll früh an später denken. Es geht nicht darum, jetzt etwas zu kaufen, sondern langfristig vorzusorgen, etwa für eine Immobilie.
Gabriele: Ich lege auch langfristig an. Ich plane nicht, die angelegten Mittel zeitnah zu beziehen. Vielleicht verwende ich sie später für eine Immobilie, ein Auto oder etwas anderes – aber ich lege nicht für kurzfristige Zwecke an.
Wie informiert ihr euch über Finanzthemen?
Gabriele: Teilweise über YouTube, dort gibt es viele gute und lehrreiche Videos. Auch über andere Social-Media-Kanäle wie Instagram, aber da muss man sehr vorsichtig sein.
Jasmin: Ich informiere mich auch über Nachrichtenportale, wie zum Beispiel CBC News, um mitzubekommen, was weltweit passiert. Das ist wichtig, weil globale Ereignisse die Märkte beeinflussen.
Wurde das Thema Investieren bei euch in der Schule behandelt?
Jasmin: Bei mir überhaupt nicht. Wir haben weder etwas über Investieren noch über den Umgang mit Geld gelernt. Ich finde das sehr schade, denn das wäre extrem wichtig.
Gabriele: Kann ich nur bestätigen. Investieren wurde nie wirklich thematisiert.
Was gefällt euch an True Wealth besonders?
Gabriele: Die Einfachheit. Man legt am Anfang fest, wie das Portfolio aussehen soll, zahlt regelmässig ein und muss sich danach kaum noch kümmern. Das ist für mich sehr praktisch.
Gibt es etwas, das ihr euch noch wünschen würdet?
Gabriele: Ich bin sehr glücklich mit der App. Vielleicht könnte man noch einen Krypto-ETF ergänzen, für Personen, die noch mehr Risiko eingehen wollen.
Wie oft schaut ihr euch euer Portfolio an?
Jasmin: Ich würde sagen, einmal pro Woche. Ich versuche nicht, jeden Tag zu schauen, weil das nichts bringt. Wenn es runtergeht, dann geht es runter. Wenn es hochgeht, dann geht es hoch.
Gabriele: Bei mir ist es vielleicht einmal im Monat, weil ich mich nicht wirklich um die kurzfristigen Preisveränderungen kümmere. Das Portfolio habe ich ja längerfristig geplant. Da macht es für mich auch keinen grossen Unterschied, wenn es mal runtergeht.
Gibt es sonst noch etwas, das ihr euch von unserer Plattform oder dem Anlageprozess wünschen würdet?
Gabriele: Für mich wäre es interessant, die Veränderungen der einzelnen ETF zu sehen. Aktuell sieht man ja nur die Performance der Länder bzw. der Märkte und nicht die der einzelnen ETF. Ich finde es jedoch sehr spannend, dass man bei True Wealth sehen kann, welche Unternehmen in den ETF enthalten sind. So verstehe ich besser, worin mein Geld investiert ist.
Jasmin, Gabriele, vielen Dank für das Gespräch. Es war super spannend, mich mit euch zu unterhalten.
Jasmin & Gabriele: Sehr gerne, danke dir.
Über den Autor

Gründer und CEO True Wealth. Nach seinem ETH-Abschluss als Physiker war Felix erst mehrere Jahre in der Schweizer Industrie und darauf vier Jahre bei einer grossen Rückversicherung im Portfoliomanagement und in der Risikomodellierung tätig.

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