Risikofähigkeit
Die Risikofähigkeit beschreibt die rein objektive finanzielle Belastbarkeit eines Anlegers. Sie gibt an, welche Verluste ein Anleger tatsächlich verkraften kann, ohne seinen gewohnten Lebensstandard zu gefährden oder das Erreichen langfristiger Ziele (wie etwa die Altersvorsorge) zu gefährden. Im Gegensatz dazu beinhaltet die Risikotoleranz die emotionale Gelassenheit bei Kursschwankungen. Oft ist auch von Risikobereitschaft die Rede. Sie ist eine rein subjektive Grösse.
Bei der Risikofähigkeit spielen drei Faktoren eine Rolle: der Anlagehorizont, die Nettovermögenswerte und die Einkommensstabilität. Wer jung ist und erst in 30 Jahren auf sein Kapital angewiesen ist, besitzt eine hohe Risikofähigkeit, da der Faktor Zeit es erlaubt, vorübergehende Markteinbrüche auszusitzen. Auch ein hohes fixes Einkommen oder beträchtliche Rücklagen erhöhen diesen Spielraum.
Ein klassischer Fehler in der Anlageberatung ist es, die Risikofähigkeit mit der Risikobereitschaft zu verwechseln. Selbst wenn jemand extrem mutig ist, sollte er bei knappen Reserven und einem kurzen Zeitfenster keine riskanten Investitionen tätigen. Die Risikofähigkeit bildet somit die Leitplanken, innerhalb derer sich die Anlagestrategie sicher bewegen darf.
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