71 Prozent schliessen einen Bankwechsel aus – auch wenn die Kosten stören
Der neue True-Wealth-Anlegerpuls zeigt: Vermögende Schweizer Anleger sind zuversichtlich, der Markt für Vermögensverwaltung bleibt träge.
Medienmitteilung
Zürich, 01.06.2026
Geopolitische Konfrontationen, schwer vorhersehbare Regierungsentscheide, technologischer Umbruch, demografischer Wandel: Selten war das Umfeld an den Finanzmärkten von so vielen Unsicherheiten geprägt. Wie zuversichtlich sind vermögende Schweizer Anlegerinnen und Anleger vor diesem Hintergrund – für ihr eigenes Portfolio und das wirtschaftliche Wohlergehen der Schweiz? Welche Risiken halten sie für relevant, und wie zufrieden sind sie mit dem hiesigen Angebot? Diesen vier Fragen geht True Wealth, der Pionier der digitalen Vermögensverwaltung, mit dem neuen True-Wealth-Anlegerpuls auf den Grund. Die erstmals durchgeführte und künftig jährlich wiederholte Erhebung unter 508 vermögenden Anlegerinnen und Anlegern zeigt ein klares Bild: Die Zuversicht bleibt trotz aller Unsicherheiten hoch – doch bei den Kosten der Vermögensverwaltung besteht erheblicher Handlungsbedarf.
Eigenes Portfolio besser bewertet als die Weltwirtschaft
Anlegerinnen und Anleger unterscheiden klar zwischen der globalen Wirtschaftslage und ihren eigenen Finanzanlagen. Nur 35 Prozent blicken zuversichtlich auf die Weltwirtschaft in zehn Jahren – beim eigenen Portfolio sind es 59 Prozent. Der Mittelwert für die Zuversicht in die eigenen Anlagen liegt bei 3,51 auf einer Skala von 1 bis 5, jener für die Weltwirtschaft nur bei 3.01.
«Diese Diskrepanz wirft Fragen auf: Halten Anleger die genannten Risiken bereits für im Markt eingepreist? Vertrauen sie darauf, sich mit der richtigen Allokation schützen zu können? Oder gehen sie davon aus, dass die Belastungen primär Lohnempfänger treffen, nicht das Kapital? Wahrscheinlich spielen alle drei Effekte zusammen», sagt Felix Niederer, CEO und Gründer von True Wealth.
Krieg fürchten alle – Zölle treffen das Portfolio
Bei den globalen Risiken für das wirtschaftliche Wohlergehen der Schweiz dominieren militärische Konflikte (73 Prozent) sowie Handelskonflikte und Zölle (66 Prozent). Beim Blick auf das eigene Portfolio verschiebt sich das Bild leicht: Hier setzen die Befragten Handelskonflikte und Zölle (65 Prozent) knapp vor militärische Konflikte (64 Prozent). Krieg ist die abstrakte Bedrohung – Zölle sind die, die spürbar im Depot ankommen.
Auf nationaler Ebene bereiten die Beziehungen zur Europäischen Union die grössten Sorgen: 51 Prozent sehen in einer Verschlechterung der Beziehungen ein Risiko für die Schweizer Wirtschaft. Auffällig ist die unterschiedliche Bewertung der technologischen Innovationskraft: Für die Schweizer Wirtschaft rangiert sie bei den Risiken auf Platz vier (36 Prozent) – für das eigene Vermögen aber an zweiter Stelle (37 Prozent), noch vor Demografie und Migration. Das deutet darauf hin, dass Anleger technologische Veränderungen stärker als persönliches Anlagerisiko wahrnehmen als die gesamtwirtschaftliche Bedrohung.
Kosten als Schwachpunkt der Branche
Abgesehen von den genannten Unsicherheiten wurden die Anleger zu wichtigen Aspekten rund um die Vermögensanlage befragt. Beurteilt wurden sechs Dimensionen: digitale Benutzerfreundlichkeit, Produktangebot, Beratungsqualität, Transparenz, Rendite und Kosten. In fünf davon fallen die Werte positiv aus, mit Bestnoten für die digitale Benutzerfreundlichkeit (4,01 auf einer Skala von 1 bis 5). Einzig die Kosten fallen mit einem Durchschnittswert von 2,85 deutlich ab. 34 Prozent der Befragten sind mit den Kosten ihrer Anlagelösung unzufrieden, nur 23 Prozent zufrieden.
«Kein anderer Faktor wird so kritisch bewertet wie die Kosten – und das bei einer Zielgruppe, die ihrer Bank ein Vermögen anvertraut. Das ist ein klares Signal an die Branche», sagt Felix Niederer.
Banken dominieren – der Markt bleibt träge
Trotz der Kritik an den Kosten bleibt der Markt auffällig träge. 52 Prozent der Befragten delegieren ihre Anlageentscheide. Unter diesen Delegierenden beauftragen 76 Prozent eine klassische Bank. Unabhängige Vermögensverwalter folgen mit 27 Prozent, digitale Vermögensverwalter werden erst von 4 Prozent genutzt – obwohl die Kosten der meistgenannte Kritikpunkt sind.
Trotzdem bleibt die Wechselbereitschaft gering: 71 Prozent der Delegierenden schliessen einen Anbieterwechsel aus, 30 Prozent davon kategorisch. Nur 26 Prozent ziehen einen Wechsel überhaupt in Betracht, und lediglich 1 Prozent hat ihn konkret geplant.
«71 Prozent schliessen einen Wechsel aus. Das belegt keine Zufriedenheit, sondern Gewohnheit. Und Gewohnheit ist der grösste Wettbewerbsvorteil der etablierten Banken», sagt Felix Niederer.
Mehr zur Studie und die vollständigen Ergebnisse finden Sie hier.
Zur Methode: Der True-Wealth-Anlegerpuls wurde im Auftrag von True Wealth vom Marktforschungsunternehmen YouGov Schweiz AG durchgeführt. Befragt wurden 508 Anlegerinnen und Anleger in der Deutsch- und Westschweiz mit einem liquiden Anlagevermögen von mindestens 200'000 Franken. Die Erhebung fand zwischen dem 10. und 16. März 2026 statt.
Über True Wealth
True Wealth wurde 2013 von Oliver Herren, Mitgründer der Digitec Galaxus AG, und Felix Niederer, Physiker und Portfoliomanager, gegründet. Die Online-Plattform hat sämtliche Prozesse der modernen Vermögensverwaltung konsequent automatisiert und bietet Kunden mit Domizil Schweiz eine kostengünstige Vermögensverwaltungslösung ab einer Anlagesumme von 8'500 Franken resp. 1'000 Franken für Kinderportfolios und Anlagen in der Säule 3a.
Das Unternehmen verwaltet Kundenvermögen in der Höhe von über 2,8 Milliarden Schweizer Franken, verteilt auf über 45'000 Kundenbeziehungen.
Die jährliche all-in Vermögensverwaltungsgebühr beträgt 0,25 bis 0,50%, abhängig von der Anlagesumme. Für die Säule 3a beträgt die Verwaltungsgebühr 0%.
Presse- und Interviewanfragen
Kontaktieren Sie True Wealth für Presse- und Interviewanfragen unter press@truewealth.ch.
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