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#16 FX Hedging: Währungsrisiko absichern, oder nicht?

06.02.2024
Felix Niederer

FX Hedging, oder die Absicherung gegen Währungsrisiken, ist ein Thema, das in der Finanzwelt oft diskutiert wird. Aber wie funktioniert FX Hedging genau und sollte man sein Portfolio gegen Währungsrisiken absichern?

Die Grundprinzipien des FX Hedging

Die Grundidee hinter FX Hedging ist einfach: Wenn Sie beispielsweise in US-Aktien investieren möchten, tauschen Sie Ihre Heimatwährung gegen US-Dollar und kaufen damit einen ETF auf den S&P 500. Am Ende der Anlageperiode verkaufen Sie den ETF und tauschen die US-Dollar wieder in Ihre Heimatwährung zurück. Klingt einfach, oder?

Doch genau hier liegt der Haken: Die Rendite in der Heimatwährung kann durch Währungsschwankungen stark beeinflusst werden. Wenn Ihre Heimatwährung in der Zwischenzeit gegenüber dem US-Dollar aufgewertet wurde, kann die positive Rendite in der Lokalwährung zunichtegemacht werden oder sogar negativ sein.

Währungsabsicherung zur Risikoabwälzung

Die Lösung ist die Währungsabsicherung bzw. das FX Hedging. Dabei werden die US-Dollar im obigen Beispiel nicht erst am Ende der Anlageperiode verkauft, sondern bereits zu Beginn auf Termin, ein sogenannter FX Forward. Damit ist der Wechselkurs fixiert und das Währungsrisiko eliminiert.

Aber wie gut ist das wirklich? Die Zinskurve des US-Dollars liegt oft höher als die des Schweizer Frankens. Das bedeutet, dass bei einer Absicherung gegen Währungsrisiken die Differenz zwischen den Zinskurven der beiden Währungsräume berücksichtigt werden muss.

Der Fondsmanager eines währungsgesicherten ETF tätigt regelmässig Devisentermingeschäfte, indem er die Heimwährung auf Termin kauft und die Fremdwährung verkauft. Dies geschieht typischerweise alle drei Monate, wobei kleine Geld-Brief-Spannen, sogenannte Spreads, anfallen. Obwohl diese Spreads bei jeder Transaktion gering sind, summieren sie sich langfristig und wirken sich negativ auf die Rendite des Portfolios aus.

Kosten der Währungsabsicherung

Was kostet nun die Währungsabsicherung? Erstens neutralisiert sie die Zinsdifferenz zwischen den beiden Währungen. Zweitens fallen regelmässig Spreads an, welche die Rendite schmälern. Drittens ist ein Anlageinstrument mit Währungsabsicherung in Schweizer Franken ein Nischenprodukt, das oft mit etwas höheren Kosten verbunden ist, da es speziell für den Schweizer Markt konzipiert wurde.

Wann ist Währungsabsicherung sinnvoll?

FX Hedging ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie in eine Anlagestrategie mit sehr geringem Risiko investieren möchten und es in Ihrer Heimatwährung zu wenige Anlagemöglichkeiten gibt. Auch wenn Sie eine starke Aufwertung Ihrer Heimatwährung erwarten, kann eine Währungsabsicherung vorteilhaft sein.

Lohnen sich die zusätzlichen Kosten, um das Währungsrisiko zu eliminieren? Diese Entscheidung muss jeder Anleger und jede Anlegerin individuell treffen, je nach Risikobereitschaft, Anlagestrategie und Markteinschätzung.

Wie stehen Sie zu FX Hedging? Schreiben Sie mir eine E-Mail mit Ihren Erfahrungen.

Disclaimer: Wir haben für den Inhalt dieses Artikels grosse Sorgfalt angewendet. Trotzdem können wir Fehler nicht ausschliessen. Die Gültigkeit des Inhalts beschränkt sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Über den Autor

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Felix Niederer

Gründer und CEO True Wealth. Nach seinem ETH-Abschluss als Physiker war Felix erst mehrere Jahre in der Schweizer Industrie und darauf vier Jahre bei einer grossen Rückversicherung im Portfoliomanagement und in der Risikomodellierung tätig.

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