Hedgefonds

Ein Hedgefonds ist ein aktiv verwalteter Investmentfonds mit einer sehr frei gestalteten Anlagestrategie. Im Gegensatz zu klassischen Publikumsfonds unterliegen Hedgefonds deutlich weniger regulatorischen Beschränkungen. Das Ziel ist in der Regel eine absolute Rendite, die unabhängig von der allgemeinen Marktentwicklung erzielt werden soll.

Um dies zu erreichen, nutzen Hedgefonds-Manager verschiedene Instrumente:

  • Leerverkäufe (Short Selling): Wetten auf fallende Kurse.
  • Hebelwirkung (Leverage): Durch den Einsatz von Fremdkapital werden Gewinne (und Verluste) vervielfacht.
  • Derivate: Optionen und Futures dienen zur Absicherung oder Spekulation.

Der Name «Hedge» (Absicherung) rührt daher, dass diese Fonds ursprünglich Marktrisiken durch gegenläufige Positionen neutralisieren sollten. Heute steht jedoch oft die Renditemaximierung im Vordergrund. Aufgrund der hohen Risiken und komplexen Gebührenstrukturen sind sie meist institutionellen Anlegern oder sehr vermögenden Privatpersonen vorbehalten.

Hedgefonds erheben oft hohe Gebühren. Nicht selten verlangen sie zwei Prozent Managementgebühr auf das verwaltete Vermögen (AUM) sowie einen zusätzliche Performancegebühr auf die erzielten Gewinne.

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