Der «True Wealth Finanzkompetenzindex» misst in seiner dritten Ausgabe das Finanz- und Anlagewissen der Schweizer Bevölkerung. In einer Zeit demografischer und wirtschaftlicher Herausforderungen gewinnt finanzielle Bildung weiter an Relevanz – nicht nur für die individuelle Vorsorge, sondern auch für die langfristige Stabilität unseres Sozial- und Vorsorgesystems. Finanzielle Grundkompetenz ist damit mehr denn je eine gesellschaftliche Schlüsselressource.
Der Index basiert auf der Auswertung zentraler Wissensbereiche wie Inflation, Zinsmechanismen, Diversifikation und dem Zusammenhang von Risiko und Rendite. Er erlaubt eine differenzierte Analyse des Finanzwissens nach Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Einkommensniveau und Sprachregion. In diesem Jahr kommt eine neue Dimension hinzu: ob jemand selbst Finanzanlagen besitzt – und wie stark sich das Wissen von Anlegerinnen und Anlegern von jenem der Nicht-Anlegenden unterscheidet.
Der Landesdurchschnitt der dritten Ausgabe – gemittelt über alle zehn Wissensfragen.

Der Graben verläuft nicht nur entlang von Einkommen und Bildung, sondern auch zwischen jenen, die investieren, und jenen, die es nicht tun.
Wer eigene Finanzanlagen hält, beantwortet deutlich mehr Wissensfragen korrekt. Das deutet darauf hin, dass die praktische Erfahrung mit dem eigenen Portfolio ein eigenständiger Treiber von Finanzkompetenz ist.
Menschen mit eigenen Finanzanlagen beantworteten im Durchschnitt rund 66 Prozent (bzw. 6,6 von 10) der Fragen korrekt, Menschen ohne Anlagen nur rund 41 Prozent. Der Unterschied ist bei allen zehn Fragen sichtbar und am grössten bei den anspruchsvolleren Anlagethemen wie ETF, dem Wert von Cash im Börsencrash und dem Herdenverhalten.
Korrekt beantwortete Fragen nach Finanzanlagen
Wer keine Anlagen besitzt, antwortete im Schnitt bei 36 Prozent der Fragen mit «Weiss nicht», Anlegende nur bei 9 Prozent. Wie schon beim geschlechtsspezifischen Unterschied der Vorjahre zeigt sich: Wissenslücken äussern sich auch im Selbstvertrauen, überhaupt eine Antwort zu geben.
Anteil «Weiss nicht»-Antworten nach Finanzanlagen
Männer beantworteten rund 63 Prozent der Fragen korrekt und Frauen rund 47 Prozent. Ein Teil dieses Unterschieds dürfte damit zusammenhängen, dass deutlich mehr Männer (rund 67 Prozent) als Frauen (rund 47 Prozent) überhaupt eigene Finanzanlagen besitzen.
Anteil korrekter Antworten nach Geschlecht
Mit steigendem Einkommen nimmt die Finanzkompetenz zu: Personen mit einem Einkommen über 15'000 Franken erreichten rund 72 Prozent, jene mit einem Einkommen unter 4'500 Franken rund 40 Prozent.
Anteil korrekter Antworten nach Einkommen (CHF/Monat)
Über alle Altersgruppen hinweg liegt der Anteil korrekt beantworteter Fragen bei rund 54 bis 56 Prozent. Ein klarer Alterseffekt zeigt sich auch 2026 nicht.
Anteil korrekter Antworten nach Altersgruppe
Investieren ist die beste Finanzbildung.
Die diesjährigen Ergebnisse zeigen etwas, das wir in der Praxis täglich beobachten: Wer einmal anfängt zu investieren, lernt schnell dazu. Das Wissen wächst mit der Erfahrung. Genau deshalb ist die grösste Hürde oft nicht das fehlende Wissen, sondern der erste Schritt.
Mit edukativen Inhalten befähigt True Wealth alle Menschen in der Schweiz, sich niederschwellig mit Investitionsthemen auseinanderzusetzen. Das vermittelte Wissen hilft dabei, bessere finanzielle Entscheide zu treffen. Und auch Kinder und Jugendliche profitieren von entsprechenden Anlageangeboten.
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