Eine umfassende Studie zur Finanz- und Anlagekompetenz der Schweizer Bevölkerung

Über die Studie

Zehn Fragen, die zeigen, wie die Schweiz tickt.

Von Zinseszins bis ETF: was Herr und Frau Schweizer über Geld wirklich wissen – und was nicht.

Der «True Wealth Finanzkompetenzindex» misst in seiner dritten Ausgabe das Finanz- und Anlagewissen der Schweizer Bevölkerung. In einer Zeit demografischer und wirtschaftlicher Herausforderungen gewinnt finanzielle Bildung weiter an Relevanz – nicht nur für die individuelle Vorsorge, sondern auch für die langfristige Stabilität unseres Sozial- und Vorsorgesystems. Finanzielle Grundkompetenz ist damit mehr denn je eine gesellschaftliche Schlüsselressource.

Der Index basiert auf der Auswertung zentraler Wissensbereiche wie Inflation, Zinsmechanismen, Diversifikation und dem Zusammenhang von Risiko und Rendite. Er erlaubt eine differenzierte Analyse des Finanzwissens nach Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Einkommensniveau und Sprachregion. In diesem Jahr kommt eine neue Dimension hinzu: ob jemand selbst Finanzanlagen besitzt – und wie stark sich das Wissen von Anlegerinnen und Anlegern von jenem der Nicht-Anlegenden unterscheidet.

5,5von 10Fragenrichtig

Der Landesdurchschnitt der dritten Ausgabe – gemittelt über alle zehn Wissensfragen.

Befragte
2’019
Alter
16–74 Jahre
Wissensfragen
10
Sprachregionen
DE/FR
Dr. Michael Jan Kendzia

Der Graben verläuft nicht nur entlang von Einkommen und Bildung, sondern auch zwischen jenen, die investieren, und jenen, die es nicht tun.

Wer eigene Finanzanlagen hält, beantwortet deutlich mehr Wissensfragen korrekt. Das deutet darauf hin, dass die praktische Erfahrung mit dem eigenen Portfolio ein eigenständiger Treiber von Finanzkompetenz ist.

Dr. Michael Jan Kendzia

Ökonom und Studiengangleiter BSc International Management an der ZHAW School of Management and Law


Schlüsselerkenntnisse 2026

01Der Anlage-Graben

Der Anlage-Graben: die neue Trennlinie im Finanzwissen

Menschen mit eigenen Finanzanlagen beantworteten im Durchschnitt rund 66 Prozent (bzw. 6,6 von 10) der Fragen korrekt, Menschen ohne Anlagen nur rund 41 Prozent. Der Unterschied ist bei allen zehn Fragen sichtbar und am grössten bei den anspruchsvolleren Anlagethemen wie ETF, dem Wert von Cash im Börsencrash und dem Herdenverhalten.

Korrekt beantwortete Fragen nach Finanzanlagen

02Zutrauen

Wer nicht investiert, sagt häufiger «Weiss nicht»

Wer keine Anlagen besitzt, antwortete im Schnitt bei 36 Prozent der Fragen mit «Weiss nicht», Anlegende nur bei 9 Prozent. Wie schon beim geschlechtsspezifischen Unterschied der Vorjahre zeigt sich: Wissenslücken äussern sich auch im Selbstvertrauen, überhaupt eine Antwort zu geben.

Anteil «Weiss nicht»-Antworten nach Finanzanlagen

03Der Gender Gap

Der Gender Gap besteht weiterhin

Männer beantworteten rund 63 Prozent der Fragen korrekt und Frauen rund 47 Prozent. Ein Teil dieses Unterschieds dürfte damit zusammenhängen, dass deutlich mehr Männer (rund 67 Prozent) als Frauen (rund 47 Prozent) überhaupt eigene Finanzanlagen besitzen.

Anteil korrekter Antworten nach Geschlecht

202420252026
04Einkommen

Klarer Zusammenhang zwischen Einkommen und Finanzwissen

Mit steigendem Einkommen nimmt die Finanzkompetenz zu: Personen mit einem Einkommen über 15'000 Franken erreichten rund 72 Prozent, jene mit einem Einkommen unter 4'500 Franken rund 40 Prozent.

Anteil korrekter Antworten nach Einkommen (CHF/Monat)

202420252026
05Alter

Finanzwissen ist über Generationen hinweg stabil

Über alle Altersgruppen hinweg liegt der Anteil korrekt beantworteter Fragen bei rund 54 bis 56 Prozent. Ein klarer Alterseffekt zeigt sich auch 2026 nicht.

Anteil korrekter Antworten nach Altersgruppe

202420252026

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Felix Niederer

CEO True Wealth

Felix Niederer, CEO True Wealth

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