Beta
Im Anlagekontext ist das Beta ein Mass für das relative Risiko einer Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt. Man kann es sich wie einen Empfindlichkeitsregler vorstellen. Es gibt an, wie stark die Rendite eines Wertpapiers auf Schwankungen eines Referenzindex (wie dem SMI oder dem S&P 500) reagiert.
Das Beta wird in drei Kategorien unterteilt:
- Beta = 1,0: Die Aktie bewegt sich im Durchschnitt genau wie der Markt. Steigt der Markt um 10 Prozent, legt auch die Aktie um 10 Prozent zu.
- Beta > 1,0: Der Titel ist «aggressiv». Ein Beta von 1,5 bedeutet, dass die Aktie theoretisch um 15 Prozent steigt, wenn der Markt um 10 Prozent klettert – im Falle eines Crashs fällt sie aber auch deutlich tiefer.
- Beta < 1,0: Die Anlage gilt als «defensiv». Sie schwankt weniger stark als das Marktumfeld und bietet somit Schutz in turbulenten Zeiten, hinkt in Boomphasen aber oft hinterher.
Wichtig zu wissen: Beta misst ausschliesslich das systematische Risiko (Marktrisiko). Unternehmensspezifische Probleme (unsystematisches Risiko), wie beispielsweise ein schlechtes Management, werden hierbei nicht berücksichtigt. Für Anleger ist diese Kennzahl essenziell, um die Volatilität des eigenen Portfolios bewusst zu steuern.
Auch bei einem Investmentfonds oder ETF gibt das Beta an, wie sensibel das gesamte Portfolio auf Marktbewegungen reagiert. Es funktioniert dabei nach dem gleichen Prinzip wie bei Einzelaktien. Sogenannte Smart-Beta-ETFs geben vor, den Markt zu übertreffen, indem sie auf theoretischen Faktorprämien basieren. In der Praxis werden diese jedoch oft durch höhere Kosten und Volatilität aufgezehrt. Im Blog «Smart Beta: Wie smart ist das wirklich?» gehen wir auf diese Thematik ein.
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