FIRE-Bewegung
Die FIRE-Bewegung (Financial Independence, Retire Early) ist ein Lifestyle- und Finanzkonzept, das darauf abzielt, durch extreme Sparraten und disziplinierte Investitionen die finanzielle Freiheit weit vor dem ordentlichen Rentenalter zu erreichen. Das ersparte Kapital wird vorwiegend in breit gestreute Anlageformen wie ETFs investiert, um vom langfristigen Zinseszinseffekt zu profitieren.
Ein zentraler Pfeiler ist dabei die sogenannte 4-Prozent-Regel. Demnach sei man finanziell unabhängig, sobald das Portfolio das 25-fache der jährlichen Lebenshaltungskosten erreicht hat. Auf diese Weise könne man jährlich diesen Prozentsatz entnehmen, ohne das Kapital langfristig aufzehren zu müssen. Zu ergänzen ist jedoch, dass die 4-Prozent-Regel flexibel gehandhabt werden sollte: Je länger der künftige Entnahmezeitraum ist, desto wichtiger ist es, aufgrund des Sequenzrisikos von einer konservativeren Entnahmequote auszugehen. Aktien können stark schwanken. Ein Crash zu Beginn der Rente kann einschneidendere Folgen haben als gegen Ende der Kapitalverzehrphase.
Innerhalb der Bewegung gibt es verschiedene Strömungen: Während Lean FIRE einen minimalistischen Lebensstil verfolgt, strebt Fat FIRE einen gehobenen Lebensstandard im Ruhestand an. Barista FIRE beschreibt ein Modell, bei dem man nur noch Teilzeit arbeitet, um die Sozialversicherungsbeiträge zu decken. FIRE ist somit weniger als purer Ausstieg aus der Arbeitswelt zu verstehen, sondern vielmehr als Gewinn an Selbstbestimmung und Zeitautonomie.
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