Ausschüttender ETF

Ein ausschüttender ETF ist ein Indexfonds, der generierte Erträge wie Dividenden oder Zinsen nicht einbehält, sondern in festgelegten Intervallen an die Anleger auszahlt. Während der Fondskurs bei einer Ausschüttung rein rechnerisch um den ausgezahlten Betrag sinkt, werden dem Anleger liquide Mittel auf seinem Verrechnungskonto gutgeschrieben. Dies bietet Flexibilität für den Konsum oder manuelle Reinvestitionen. Ohne konsequentes Wiederanlegen verringert sich jedoch die Dynamik des Zinseszinseffekts im Vergleich zu thesaurierenden Fonds langfristig. Im Fall eines global diversifizierten Portfolios mit Fremdwährungsanteil können zudem Ineffizienzen entstehen, da die Kosten für den Devisentausch zu Retail-Konditionen anfallen und nicht zum Interbankenkurs, den professionelle Asset Manager nutzen können.

Für Schweizer Anleger ergibt sich steuerlich kein struktureller Unterschied zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds, a auch reinvestierte Erträge steuerbares Einkommen sind. Die ESTV listet in ihrer Kursliste für beide Fondstypen die steuerbaren Erträge auf. Werden diese im Wertschriftenverzeichnis korrekt deklariert, bleibt die Steuerlast identisch.

Zusammenfassend ist die Wahl zwischen Ausschüttung und Thesaurierung in der Schweiz also eher eine Frage der persönlichen Liquiditätsplanung als der steuerlichen Optimierung.

Im Videopodcast «Ausschüttende oder thesaurierende ETF: Was ist besser?» geht True-Wealth-CEO Felix Niederer genauer auf die Unterschiede ein.

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